Kurz- Mittel und Langfrist: Das Wetter der kommenden Tage ( Was ist so möglich?)
Die Großwetterlage wird sich in den kommenden Tagen nicht allzu groß bzw nur langsam verändern denn das Hochdruckgebiet über Osteuropa schwächt sich weiter ab und der Atlantik kommt weiter in Fahrt und dessen Tiefs können auch dementsprechend durchgreifen.

Luftdruck auf Meereshöhe (MSLP) für den 12.02.2026 um 07:00 vom amerikanischen Wettermodell GFS
Gut zu erkennen ist eine Tiefdruckzone, die bis nach Deutschland durchreicht und dementsprechend auch eine nassere - gleichzeitig aber auch mildere Phase einleiten lässt. Zwischendurch kommt es auch mal zu einem kleinen Zwischenhocheinfluss, aber der ist nie von langer Dauer.
Die Temperaturen wie in den vergangenen Tagen von 0 Grad und weniger sind somit vorerst Geschichte. Der Schnee wird die nächsten Tage also weiter wegtauen und die Temperaturen bleiben auf jeden Fall erst mal über 0 Grad und auch der Nachtfrost ist weitestgehend verschwunden.


hier noch mal das signifikante Wetter sowie die Temperaturen auf 2 Meter vom Deutschen Wettermodell ICON D2
Und da sehen wir eben wie ein schwaches Regengebiet möglicherweise durchzieht und die Temperaturen nicht mehr im blauen Bereich sondern in grünen Bereich sind. Also eine mittlerweile ungewohnte Karte?
Im verlauf weitere Tiefdrucktätigkeit

Wieder einmal eine weitere Karte vom Luftdruck auf Meereshöhe ebenfalls wieder vom GFS.
Da sehen wir ebenfalls wie sich eine Tiefdruckzone quer über Mitteleuropa einstellt, während sich im Osten eine schwache Hochdruckzone bildet und auf dem Atlantik, schon eine etwas ausgeprägtere Hochdruckzone bildet.
Diese Konstellation würde bedeuten, dass wir weiterhin unter nasseren Wetterphasen stehen würden - und von Kälte und Schnee hier eigentlich eher abgesehen werden.

Nun habe ich hier noch mal so ein Multi-Diagramm, welches die Temperaturen - den Wetterzustand als auch die Niederschläge anzeigt und hier kann man auch ganz gut drauf erkennen, dass ein kleiner aufwärtstrend zu erkennen ist, und dann gibt es einen kleinen abwärtstrend bevor es dann wieder steigt. Das zeigt im Endeffekt einfach nur, dass wir viel unter Tiefdruckeinfluss stehen werden - aber auch zwischenhocheinflüsse mit dabei sind, wo auch mal kältere Luft kurzfristig dabei sein kann. Schnee - wie wir aber sehen können ist aber kein allzu großes Thema. Stand jetzt jedenfalls.

Wieder hab ich vom amerikanischen Wettermodell Gfs (Luftdruck auf Meereshöhe) und auf dieser Karte vom 24.02.2026 sehen wir auch zwei Zonen einmal die Hochdruckzone komplett über Südeuropa und eine Tiefdruckzone quer vom Atlantik bis teilweise nach Skandinavien rein - und wir zwischen drin: In einer Fronttalzone.
Nun würde diese Konstellation auch eine mögliche Westwetterlage bedeuten. Sprich das auch mal kleinere Tiefs durchziehen könnten, im Endeffekt sehen wir hier eine zonale Zirkulation ohne Blockierungen, aber ob es so kommt, muss man wiederum abwarten, denn wir sprechen hier über einen Glaskugelbereich.
Nun folgen noch mal drei Ensemble-Diagramme und dazu auch noch mal ein paar Worte:


Akkumulierte Niederschlagsmengen vom deutschen ICON EU und vom europäischen ECMWF
Gut zu erkennen ist, dass die Niederschläge nach und nach zunehmen. Natürlich ist die Berechnung einzelner Members unterschiedlich sind also jetzt nicht hier auf die höchste Linie gucken wo zum Beispiel beim ECMWF 60 Liter stehen denn das ist eher ein Ausreißerlösung, die Bandbreite ist dementsprechend groß, weil der Zeitraum einfach dementsprechend noch zu lang ist. Der Hauptlauf (dicke-schwarze Linie) zeigt auch normale Niederschlagsmengen, also keine großen Mengen knapp an die vierzig Liter beim ECMWF und knapp über zwanzig Liter beim ICON also alles im einen eher normal "nass".
Zum Schluss noch ein Ensemble Diagramm zum Thema Windböhen:

Ich habe hier einfach mal das ECMWF genommen und wir sehen ganz gut, dass auch der Hauptlauf auf über 80 km/h hoch geht, was Sie aber eher auch zu den Ausreisern gehört, die meisten Linien tendieren eher, wenn man so generell aus Budapest guckt, bei 50 km/h liegen uns selbst wenn es mal 80 werden, dann ist das für die Jahreszeit ein völlig normaler Herbststurm.
Fazit
Im großen Ganzen also ist von winterlichen Einbrüchen eher weniger zu sehen, mehr wird der Wind ein bisschen aktiver und die Niederschläge nehmen generell aber als Regen zu. Und selbst da kommen jetzt keine großen Niederschlagsmengen zusammen und auch die Temperaturen machen mal einen kleinen schlenker nach oben, dann nach unten und dann wir nach oben. Also im Prinzip nichts markantes Hinsicht kein Winter in Sicht, alles normal, alles cool, alles ruhig. Das Wetter eben.
- Pierre Heinrichs