Das Hoch und das Tief

Schauen wir doch mal auf die großen Spieler der Wetterküche... Das Druckgebilde und damit ist gemeint die Tiefs und die Hochs

Das Tiefdruckgebiet

Grafik: Deutscher Wetterdienst (DWD)


Fangen wir doch direkt mit dem Tiefdruckgebiet an...
Im Prinzip ist ein Tief eben das, wo der Luftdruck niedriger ist als um das Tief herum und die Luft strömt ja dann dorthin, wo weniger Druck ist.

Im Tief steigt die Luft dann auf, weil warme Luft eben bekanntlich leichter ist als kalte.
Durch das aufsteigen kühlt sich die warme Luft dann aber ab und die Feuchtigkeit darin kondensiert und ja dadurch werden Wolken entwickelt, die mal Regen mitbringen. Wir sagen dann immer : Was wieder für ein Mistwetter ... mal haste Regen, Dauerregen oder Gewitter im Sommer oder eben auch Sturm im Herbst sowie Schnee im Winter.

Dadurch, dass die Luft von allen Seiten abgezapft wird, erkennt man auf dem Satellitenbild eine wirbelnde Struktur, ähnlich wie bei einem Hurrikan nur deutlich größer , man könnte denken es ist ein großer Wirbelsturm 😅 ein Tief dreht sich im übrigen auf der Nordhalbkugel ( wo wir uns befinden) gegen den Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel mit dem Uhrzeigersinn.

Das Hochdruckgebiet

Grafik: Deutscher Wetterdienst (DWD)


Ein Hoch ist der Gegenspieler also hier herrscht höherer Luftdruck als drum herum, die Luft sinkt ab. Und wenn Luft absinkt, dann erwärmt sie sich dabei und löst Wolken eben wieder auf.

Viel Sonne, trockenes Wetter, und ganz oft weht dann auch kaum bis kein Wind. Im Sommer sind Hochs für viele das perfekte Sommerwetter... 30 Grad+ und ab ins Wasser, ab in den Urlaub.
Im Winter allerdings kann ein Hoch auch ziemlich langweilig werden: Nebel, Hochnebel, Inversion, kalte Nächte... die Sonne hat hier eben nicht mehr die nötige Kraft um die Luft zu erwärmen , sie bleibt einfach unten und ja dadurch hat man oft Nebel im Herbst und im Winter...

Das Hoch ist also eher der Stabilisator sorgt für ruhiges Wetter, keine großen Überraschungen.
Deswegen spricht man bei einem Hoch auf von stabilen Wetterlagen, bei Tiefs eben unbeständige Wetterlagen...

Also nochmal kurz:

》Beim Tief steigt die Luft auf... Wolken, Regen, Wind, oft ungemütlich

》Beim Hoch sinkt die Luft ab... Sonne, trocken, stabil, manchmal aber auch Nebel

Nochmal kurz zum Uhrzeigersinn:

Warum ist das immer entgegengesetzt auf der Nord und Südhalbkugel?

Schuld ist die Erdrotation.
Weil sich die Erde dreht, werden bewegte Luftmassen abgelenkt das nennt man Corioliskraft.

Und wie immer: Wer am Ende gewinnt, hängt von der Großwetterlage ab. Sitzt das Hoch über Mitteleuropa, dann gibt es stabiles Wetter. Drücken sich die Tiefs vom Atlantik rein, dann wird es nass und meist windig.

Übrigens:

Was ist die hPa überhaupt in diesem Zusammenhang?

hPa (Hektopascal) ist die Einheit für den Luftdruck.

Bei Hochdruckgebieten sind es meist
hohe hPa-Werte, ungefähr über ca. 1015 hPa
》Luft sinkt ab
Wolken lösen sich oft auf
》Meist ruhiges, trockenes Wetter
》Im Sommer oft sonnig und warm, im Winter häufig Nebel oder Frost

Bei Tiefdruckgebieten sind es die niedrigen hPa-Werte, grob unter ca. 1015 hPa

》Luft steigt auf
Wolkenbildung nimmt zu
》Häufig Regen, Schnee oder Gewitter
》Oft windiger und wechselhafter

Außerdem beschreibt hPa, mit welcher Kraft bzw welchem Gewicht die Luftsäule auf die Erdoberfläche drückt.


Zusammengefasst:

》Tiefdruckgebiete sorgen für unbeständiges Wetter

》Hochdruckgebiete sorgen für beständiges Wetter

》Tiefs: Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn, Südhalbkugel mit dem Uhrzeigersinn

》Hoch: Nordhalbkugel mit dem Uhrzeigersinn, Südhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn

》hPa beschreibt mit wie viel Gewicht auf die Erdoberfläche gedrückt wird