Nebel

Nebel und Hochnebel, was steckt eigentlich dahinter?

Nebel ist im Grunde nichts anderes als eine Wolke, die so tief hängt, dass wir mitten drinstehen. Die winzigen Wassertröpfchen in der Luft sind so dicht gepackt, dass die Sichtweite unter 1000 Meter fällt und genau das nennt man Nebel. Liegt die Sicht über 1000 Meter, spricht man dagegen von Dunst.

Strahlungsnebel

Quellen: Wetter für Celle

Ein typischer Vertreter ist der Strahlungsnebel. Der entsteht in klaren Nächten, wenn die Erdoberfläche stark auskühlt. Die Luft direkt darüber wird ebenfalls kälter, und sobald sie den Taupunkt erreicht, kondensiert die Feuchtigkeit. Ergebnis: Nebel. Besonders häufig passiert das in den frühen Morgenstunden. Wenn die Sonne später herauskommt, löst sich dieser Nebel meist recht schnell wieder auf.

Hochnebel

Quellen: Wetter für Celle

Dann gibt es noch den Hochnebel. Der ist sozusagen der „du kannst mich mal“ Typ unter den Wolken. Von unten sieht man nur graue, trübe Suppe, aber oben drüber scheint oft die Sonne. Das liegt häufig an einer Inversionswetterlage, bei der es in der Höhe wärmer ist als am Boden. Die Feuchtigkeit bleibt wie in einer Schicht eingesperrt, und unten herrscht tagelang grauer Himmel.

Wie unterscheiden denn die Wettermodelle zwischen Nebel und Hochnebel?

Für Wettermodelle ist die Unterscheidung zwischen Nebel, Hochnebel und tiefen Wolken gar nicht so einfach. Deshalb kann es vorkommen, dass die Prognose Sonnenschein verspricht und man dann doch im grauen Einerlei steckt.

Egal ob Nebel oder Hochnebel: Für uns fühlt sich das Wetter am Boden oft gleich an nasskalt, trüb und ohne Sonne. Und das beeinflusst auch das Temperaturempfinden. Wer schon mal bei 3 °C im Hochnebel unterwegs war, weiß, dass sich das deutlich kälter anfühlen kann als ein klarer Wintertag mit Minusgraden.

Fassen wir nochmal zusammen

》Nebel: Wolke am Boden, meist nachts oder morgens, verschwindet oft schnell.

》Hochnebel: Graue Wolkendecke, Sonne kommt nicht durch, bleibt oft tagelang.

》Ob sich das Ganze auflöst, hängt von der Großwetterlage ab, Stichwort: Inversionswetterlage.